Informationsseite Thomas Friederich - Coach und Focusing-Begleiter

Focusing - Die Methode

Focusing ist eine Problemlöse-Methode, die Denken und Fühlen systematisch in Beziehung bringt. Indem die Wahrnehmung auf das körperlich spürbare Unklare einer Situation gerichtet wird, ist es möglich, gezielt in den Bereich eines Themas zu kommen, in dem Worte noch fehlen. (Begründer: Eugene T. Gendlin).

Historische Entwicklung

Focusing ist eine Methode für Coaching und Supervision (und anderes), welche von E.Gendlin, einem Weggefährten von Carl R.Rogers (klientzentrierte Gesprächsführung), entwickelt und 1979 (USA) bzw. 19981 (Deutschland) erstmal ausführlich beschrieben und zugänglich gemacht wurde.

Anwendung fand diese Methode zunächst in den Bereichen Entscheidungsbegleitung, Stressprävention und Rollenklärung. Unter Focusing versteht Gendlin die persönliche Fähigkeit, beim Behandeln eines Themas (Problems) während des Denkens und Sprechens die Aufmerksamkeit gleichzeitig auf das unmittelbare körperliche Erleben zu richten und eine direkte Bezugnahme auf die in diesem Augenblick erlebte Bedeutung einer Situation herzustellen. Als konkret fassbaren Bezugspunkt definierte Gendlin eine spezifische körperliche Befindlichkeit, den "felt sense". Diese unmittelbare, konkrete Einbeziehung des “Gefühls” oder “Gespürs” für eine Situation in seiner speziellen Qualität als "felt sense" dient in einer Focusing Arbeit als Ausgangspunkt für den Lösungs- und Klärungsprozess.

In der Literatur wird dieser produktive, kreative, vorwärtstragende Brückenschlag zwischen Körper und Intellekt auch als “missing link” zwischen Denken und Fühlen in der westlichen Kultur bezeichnet.

Focusing ist eine sehr spezifische Form der Bezugnahme auf den Körper, unterscheidet sich aber grundlegend von anderen bekannten Methoden wie z.B. Körperarbeit, Imaginationstechniken, kognitive Neubewertung, Handlungsänderung, Umgang mit Über-Ich – Prozessen. Die missverstandene Gleichsetzung von Focusing mit schon bekannten Methoden führt leicht dazu, dass die spezielle Wirksamkeit des Focusing nicht mehr wahrgenommen wird.

In der heutigen Zeit haben wir eine gesellschaftlichen Situation, in der es immer schwieriger wird, im Alltag einen Gesprächspartner zu finden, der wirklich zuhört und wertungsfrei einen inneren Klärungsprozess begleitet. Ehepartner oder Freunde sind häufig zu stark von eigenen Themen und Problemen betroffen, um wirklich Raum geben zu können für alles, was in einem Klärungsprozeß auftaucht. Kommen noch schwierige Randbedingungen, teilweise fehlende Informationen, widersprüchlich Standpunkte und Erkenntnisse - häufig verbunden mit Zeitdruck und hohen Erwartungshaltungen - hinzu, sind Lösungen mit herkömmlichen Methoden alleine schwierig bis unmöglich. Betriebswirtschaftliche Auswertungen, Entscheidungsfindung nach logischen Matritzen, Fragebögen und bekannten Bewertungsverfahren sind in der immer komplexer werden Gesellschaft und Wirtschaft oft nicht mehr alleine ausreichend.

Eine Focusing-Begleitung, eingebunden in einen Coaching-Prozess, kann eine wirksame Unterstützung zur Problemlösung in schwierigen Entscheidungssituationen bieten, eine Absicherung durch ein "gutes Gefühl" unter Zuhilfenahme des Körper-"Wissens". Ein solcher Prozess wird oft in einer Focusing-Sitzung angestossen und kann zu sofortiger Erkenntnis führen, oder aber in einer längerdauernden Entwicklung zu einem "guten" Ergebnis führen.

Die Entwicklungen von Focusing in den Bereichen Beratung und Coaching seit 1979

Beratung / Gesprächsführung: Im Bereich beratender Tätigkeit zeigt sich immer mehr Interesse für die Einbeziehung von Focusing als einer effektiven Methode, Probleme auf den Punkt zu bringen und Lösungen an den Bedürfnissen des Ratsuchenden zu orientieren. Im deutschen Sprachraum werden beispielsweise immer häufiger Trainings in Personzentrierter Gesprächsführung mit Focusing – Teilen angeboten

Supervision / Coaching: Supervision, als Hilfe für Angehörige sozialer Berufe, und Coaching, als Beratungsform für Führungskräfte, profitieren wesentlich durch die Einbeziehung von Focusing in den Klärungsprozess. Schwierige Situationen mit Klienten oder Mitarbeitern sind beispielsweise direkter und präziser zu lösen, wenn Focusing auf Person und Situation in den Prozeß von Supervision und Coaching einbezogen wird.

Konfliktregelung/Mediation: Modelle des “interaktiven Focusing” nutzen Focusing zur Klärung von Konflikten in zwischenmenschlichen Beziehungen, z.B. in Partnerschaft und beruflichen Konstellationen. Durch die Vorgabe von klaren Strukturen des Austauschs können mit Focusing auch “tiefere Ebenen” der Konflikte, damit auch der Lösung der Konflikte einbezogen werden.

Focusing im Management: Neben den schon erwähnten Einsatzmöglichkeiten des Focusing im Coaching gibt es eine Vielfalt von Anwendungsfeldern in Organisationen und Management. Zur Verbesserung und Ergänzung von rationalen Methoden “Entscheidungsfindung” haben wir selbst in den letzten Jahren Focusing-orientierte Entscheidungstrainings entwickelt. Hier zeigen sich sehr interessante Möglichkeiten durch die, rationale Methoden ergänzende, Einbeziehung von Intuition und Gespür in die persönliche Entscheidungsfindung. Darüber hinaus haben sich auch Anwendungsfelder ergeben im Bereich kreativer Ideenfindung, Stressbewältigung und Gruppenmoderation.

Focusing anzuwenden bedeutet nicht, alles andere zu lassen. Vielmehr kann diese Methode helfen, durch die gezielte Einbeziehung des “Gespürs” oder der “Intuition” vorhandene Methoden Ansätze und Methoden wirksamer zu machen.

(Nach Heinz-Joachim Feuerstein, Prof. an der Hochschule für öffentliche Verwaltung Kehl, und Dieter Müller, Focusing Zentrum Karlsruhe, 1998).


Im Jahr 2003 am Focusing-Zentrum Karlsruhe ausgebildet in der Focusing-Methode, biete ich diese Arbeit im Rahmen meiner Tätigkeit als Coach und Berater an.

Zusätzlich habe ich eine fundierte Ausbildung für die Tätigkeit als Coach in den Jahren 2003 und 2004 absolviert, einschließlich einer Zertifizierung nach den Regeln der DDFG Deutsche Focusing Gesellschaft Karlsruhe im Dachverband der Deutschen Gesellschaft für Beratung (DGfB) e.V. / German Association for Counseling.


Coaching

Der Begriff

Die Bedeutung des Begriffes Coaching: Der Begriff „Coach“ stammt ursprünglich aus der Welt des Sports. Im heutigen Sprachgebrauch ist ein Coach jedoch mehr als ein Trainer - er ist ein persönlicher Begleiter seines Klienten. Dabei nimmt er dennoch eine neutrale Haltung ein, hilft dabei, den Blick sowohl auf neue Dinge zu richten - wie auch, bekanntes in neuem Licht zu sehen. Dies kann dazu beitragen, den eigenen Horizont zu erweitern, aber auch, bestehende Verhaltensmuster in Frage zu stellen.


Einzelcoaching - Personal Coaching

Einzel-Coaching ist ein personenzentrierter Beratungs- und Betreuungsprozess, der die individuellen Bedürfnisse des Klienten erfasst, zeitlich begrenzt ist und als „Hilfe zur Selbsthilfe“ zu verstehen ist. Coaching ist zielorientiert und basiert auf dem Willen des Klienten zur Veränderung. Der Prozess setzt ein hohes Vertrauen zwischen Coach und Klient voraus.

Am Beginn eines Coachingprozesses steht die genaue Anliegensklärung. Damit wird der Blick von anstehenden Problemen und Aufgaben bereits auf den Ablauf und auf das gewünschte Ziel gerichtet. Das vereinbarte Ziel wird während des Prozesses immer wieder überprüft. Damit erfüllt der Coach auch die Funktion eines „Steuermannes“ oder eines Controllers.

Ein Coaching findet in mehreren Sitzungen statt und erstreckt sich über einen meist vorher festgelegten Zeitraum.

Teamcoaching - Gruppencoaching:

In Firmen und anderen Organisationen arbeiten üblicherweise mehrere Menschen in Abteilungen bzw. Teams miteinander. Man spricht strengenommen erst ab 3 Personen von einem Team. Das Potential in solchen Teams kann durch Teamcoaching verbessert werden. Wobei die Arbeit mit dem Team sowohl in der gesamten Gruppe, wie auch parallel dazu mit den einzelnen Team-Mitgliedern durchgeführt wird. Diese Arbeit hat aufgrund der Interaktion zwischen den verschiedenen Menschen meist einen komplexeren Ablauf als die Arbeit im Einzelcoaching. Bei großen Teams hat sich bewährt, daß mehrere Coaches zusammenarbeiten, welche verschiedene Schwerpunkte in die Arbeit einbringen.


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Dagmar Mann-Friederich - Systemische Therapeutin
Familientherapeutin DGSF - Coach - Psychotherapist ECP
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